Mittwoch, 14. Juni 2006

4:2

Das Fussball-Fieber erschüttert eine kleine Stadt namens Wellington. Mitten in der Nacht klingelt der Wecker einer gewissen Christina M. Mit Kaffee gedopt macht sie sich auf den Weg zur nächsten Sportbar. Da den heiligen Schwur geleistet, zieht sie die Gabe ihrer treuen Gefährten aus Fulda an (und fühlt sich anfangs wie der letzte Depp mit Trikot). Der Grund: das Eröffnungsspiel der Fussballweltmeisterschaft 2006 - Deutschland vs Costa Rica.
Wir haben gespielt wie die jungen Götter, haben es der gegnerischen Manschaft sogar erlaubt zwei Tore zu schiessen. Wir fieberten mit unseren Jungs und applaudieren bei jedem unserer Tore. Ehre wem Ehre gebührt - schliesslich sind wir auch Gastgeberland. Wir sind Deutschland und ich bin am anderen Ende der Welt :-(

















Maria (Holland), Kathrin, ich und Tobi (alle Deutschland)



Es war definitiv ein richtig schönes und spannendes Spiel und es hat sich gelohnt dafür mitten in der Nacht aufzustehen. Es ist das erst Mal, dass ich einer Sportbar geschaut habe, und ich muss sagen, dass es richtig Spaß macht dort zu schauen, denn man hat eine sehr gute Stimmung.

Das nächste Spiel kann kommen, das ist bei uns um 7 Uhr morgens, also um eine nicht ganz so bescheidene Zeit!

Einen Tag später habe ich mir ein für Neuseeland wichtiges Spiel angeschaut. Rugby! Neuseelands All Blacks vs Ireland.
Ich muss hier kurz anmerken, dass Neuseeland nicht sehr kreativ ist. Das Rugby-Team nennt sich All Blacks und das Soccer-Team All Whites... na, was gemerkt?!

Die lieben Kiwis stehen übrigens an Weltspitze im Rugby.

Mein Fazit über Rugby:
Ich dachte ursprünglich dass Fussball ein hartes Spiel sei. Das hat sich gründlich geändert. Ich sag nur "Aua". Die dürften es alle schwer haben hier eine Krankenvesicherung zu finden! Die Regeln kenn ich nur grob und es ist nicht einfach den Ball im Auge zu behalten, wenn er unter 20 Mann begraben liegt! Irland hat übrigens bis kurz vor Ende geführt aber NZ konnte doch noch gewinnen.


FE

Rugby-Gucker: Travis (California), ich & Tristan (Frankreich)

Schicksalsberg

Mein Weg nach Wellington führte mich über den Mt. Rapehu bzw. seit ein paar Jahren auch als Schicksalsberg oder Mt. Doom bekannt. Meine Ankunft in Mordor war wirklich filmreif: Überalll dichter Nebel, dunkle Wolken, arschkalt und einsam. Mein Weg dort hin führte über den "Lost World Highway" - sehr einladend. Als ich es nach einer halben Ewigkeit Fahrt durch braunschwarze Vulkan-Fels-Landschaft endlich fast an die Spitze geschaft habe bot sich mir nicht unbedingt ein schönerer Anblick. Was soll ich noch sagen, ich werde definitiv noch mal hinfahren und mir die Vulkane ansehen (wenn man sie auch wirklich sehen kann!) und ich habe in Mordor die erste Zentralheizung gefunden!























Knapp 5 Kilomenter nachdem ich dem Berg erst mal Tschüss
gesagt habe erhielt ich vom Himmel den folgenden Anblick:













Die Straße auf der ich gefahren bin sah sehr einladend aus!

Wenig später kam ich an einem Fluss vorbei an dem man den höchsten Bungee-Sprung von
Neuseeland machen kann. Oder man vergleicht ihn mit dem River Aduin und findet dort gewisse Parallelen.

Zu Info: Der River Anduin wurde an sehr vielen verschieden Stellen in NZ gedreht. Dieser Fluss ist eine davon.
Und es war wirklich nicht einfach dort hinzukommen - fragt die Schafe!!!





Falls jemand findet, dass ich hier sehr auf der Herr-der-Ringe-Schiene fahre... Richtig!
Ich wäre ja auch saublöd wenn ich einmal hier unten bin und mir als Fan rein gar nichts anschauen würde.

So, und jetzt könnt ihr mich nochmal kurz auslachen: Habe mir sogar das Lord-of-the-Rings-Location-Guidebook zugelegt!
Jawoll ja!
Außerdem hab ich einen Teddybär von zu Hause mitgenommen und besitze eine Backstreet Boys-CD die mir sogar richtig gut gefällt!

Donnerstag, 8. Juni 2006

Mt Taranaki



















... oder auch Mt Egmond. Ich bin heute morgen in New Plymouth (kl. Anm.: ist wesentlich schöner ist als die Namensgeber-Stadt in England!) aufgewacht und wollte frohen Mutes in Richtung Mt Taranaki fahren. Also schwungvoll ran ans Steuer und...! Hm, seltsam, gestern habe ich südlich definitiv einen Berg gesehen. Auch auf der Landkarte ist einer verzeichnet. Dann wird der Berg einfach mal gesucht!
Nachdem ich etwa 30 Minuten lang der Karte vertraut habe und sie mich durch seltsam verschlungene Wege geführt hat tauchte der Schöne doch dann in seiner ganzen Pracht vor mir auf. Ich hätte von Anfang an über den Wolken suchen suchen sollen...!
Ach ja, wer das Gefühl hat, den Berg schon mal irgendwo gesehen zu haben: Möglich!

(Schaut euch noch mal "The last Samurai" an ;-)

Glühwürmchen-Milchstraße

Das King`s Country Waitomo ist voll von Höhlen, ein unterirdischer Tunnel nach dem nächsten... und in zwei dieser Caves war ich drin. Die erste ist die bekannte Waitomo-Cave, in denen tausende kleiner Glühwürmchen an der Decke kleben und die Höhlen ein wenig erleuchten. Es ist fantastisch aus - im Dunkeln! Denn was im Schwarzen so grandios aussieht wirkt bei Licht betrachtet ziemlich wiederlich. Die Glühwürchmchen befinden sich alle noch im Larvestadium, wie die meiste Zeit ihres Lebens, und sehen aus wie ein Wurm, der in einer Art "dünnem Darm"steckt. Den hat er sich selbst gebaut, genau wie viele andere, die wie Fäden nach unten Baumeln und mit Klebstoff-Tropfen versehen sind. Sinn des Ganzen: Verirrt sich ein Flattermann in die Höhle, wird er von den Lichtern angelockt, fliegt nach oben und zack, bleibt hängen und das kleine Glühwürmchen kann ihn nagsam und genüsslich verspeissen! Erinnert an die Spinne - die muss allerdings das Leuchten erst noch lernen.
Soviel zum kleinen Exkurs in die Biologie!

Die zweite Höhle war voll von Stalagmiten, Stalatiden, Sink-Holes und Skeletten und da gibt es auch einige wenige Bilder (im Dunkeln ist meine Camera dann doch nicht so stark!)


Montag, 5. Juni 2006

Hobbingen...

...bzw. Hobbiton in englisch.
Der normal denkende Mensch würde diese Tour wie folgt beschreiben: Total überteuert, mal sieht nur ein paar Holzkulissen und muss dafür in Matsch und Schafspörbel rumdappen. Ja, so ein Mensch mag auch irgendwie recht haben - für mich wars ein Traum!
Ich bin natürlich zwischen den Kulissen rumgehüpft und mich total eingesaut. Aber was solls, es ist eben Hobbingen! Und man erkennt es wieder - Beutelsend - den Partybaum - den See - den Platz an dem Bilbo und Gandalf Pfeife rauchend auf die Party sehen... und ich war da!







































































Im Bilderarchiv gibt es natürlich noch mehr Fotos, wie man sich denken kann hab ich ALLES genauestens dokumentiert!

Hier stinkts!

Das ist der erste Gedanke bei Eintreffen in Roturua. Und das hat natürlich seinen Grund. Roturua ist Termalgebiet, denn die Erdkruste ist dort sehr dünn und man kann Schwefelseen, blubbernde Schlammlöcher und Geysire bewundern. Was ich natürlich getan habe!
Und ich möchte es euch natürlich nicht vorenthalten, also schaut selbst:



















So, und jetzt noch ein paar wahllos zusammengewürfelte Fotos von vorher und nachher, die einfach noch kundtun möchte...

Das ist Katharina aus Paderborn und ich bein Frühstücken auf einer Käse-Farm. Wir sind 2 Tage zusammenm gereist. Katharina ist gerade auf einer Weltreise mit ihrem Bike. Sie fliegt und radelt durch die Welt.
Auf diesem Wege: Nochmals viel Glück und gutes Wetter zum Radeln ;-)



Und zum Schluss noch ein Spiel:

Sucht die Christina

Na, wer findet mich?!